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Grüne Wirtschaft erleben: Eindrücke vom Cross-Border Company Meeting in Dänemark

Am 11. und 12. März brachte GrønBusiness Unternehmen und Wirtschaftsförderungen aus Dänemark und Schleswig-Holstein zusammen — für anderthalb intensive Tage voller echter Begegnungen, praxisnaher Einblicke und wertvoller Erkenntnisse rund um nachhaltige Wirtschaft und grenzüberschreitende Kooperation.

 

Im Rahmen des Cross-Border Company Meetings besuchten die Teilnehmenden drei dänische Vorzeigeunternehmen und -initiativen, die auf je ihre eigene Weise zeigen, wie Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und nachhaltige Logistik in der Praxis gelingen können.

 

Kalundborg Symbiosis - Kreislaufwirtschaft im industriellen Maßstab

Der erste Stopp führte die Gruppe nach Kalundborg — ein weltweit anerkanntes Modell für industrielle Symbiose und grüne Gewerbeentwicklung.

Nach einer Einführung durch Nadejda Ulstrup-Hansen (Project Manager & Communicator) bot eine Stadtrundfahrt beeindruckende Einblicke in ein System, in dem Ressourcen konsequent im Kreislauf bleiben: Abwärme, Reststoffe und Wasser werden zwischen ansässigen Unternehmen ausgetauscht, statt entsorgt zu werden.

Hørkram Foodservice A/S - Nachhaltigkeit in der Logistik

Nachhaltigkeit in der Logistikbranche ist eine besondere Herausforderung — Hørkram zeigt, wie es schrittweise gelingt. Claus Bredvig (Director of Operations) stellte konkrete Maßnahmen vor: der Ausbau der E-LKW-Flotte, der Einsatz von Solarenergie sowie gezieltes Nudging im Online-Shop, um Kund:innen nachhaltigere Entscheidungen zu erleichtern.

Eine anschließende Betriebsführung machte deutlich, wie grenzüberschreitende Kooperation und ökologisches Wirtschaften Hand in Hand gehen können.

 

„Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, nachhaltiges Wirtschaften mit Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Die Beispiele aus Kalundborg, Hørkram und Sorø zeigen, wie Kooperationen und Ressourceneffizienz zu strategischen Erfolgs- und Standortfaktoren werden."

— Nadja Hansen, ESG-Koordinatorin, team SE

Sorø Fjernvarme AffaldPlus - Kommunale Energiewende mit alternativen Ressourcen

Die letzte Station widmete sich klimafreundlicher kommunaler Energieversorgung. Besonders bemerkenswert: der Einsatz von Cashewkernschalen als Brennstoff in der Fernwärme. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie alternative und bislang ungenutzte Rohstoffe sinnvoll in die regionale Energiewende eingebunden werden können — und ein Baustein für eine wärmeautarke Zukunft.

 

Das Cross-Border Company Meeting macht deutlich, welchen Mehrwert solche grenzüberschreitenden Formate schaffen: Sie ermöglichen direkten Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und Wirtschaftsförderungen aus Schleswig-Holstein und Dänemark — jenseits von Konferenzsälen, direkt vor Ort, wo Nachhaltigkeit gelebt wird.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden, den engagierten Gastgeberunternehmen sowie allen, die Nachhaltigkeit täglich in ihren Betrieben vorantreiben. Besonderer Dank an Nadejda Ulstrup-Hansen, Claus Bredvig, Christian Carlsen und Ole J. Andersen für ihre wertvollen Einblicke und ihre Unterstützung.