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Praxis trifft Universität: Wie können wir Verbraucher:innen für eine Nachhaltigkeitsmesse begeistern?

Ende September hat die Wirtschaftsförderung Nordfriesland im Rahmen von GrønBusiness eine Kooperation zwischen der SDU Esbjerg und der Messe Husum unterstützt. In einem Workshop entwickelten Masterstudierende Ideen, wie Nachhaltigkeitsmessen unterschiedliche Besuchergruppen erreichen und langfristig zu nachhaltigerem Verhalten motivieren können. 

 

Die Veranstaltung bot den Studierenden die Möglichkeit, praxisnah an einer aktuellen Fragestellung zu arbeiten und dabei den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft zu erleben. 

Im Workshop arbeiteten die Teams mit dem SHIFT-Modell (White, Habib & Hardisty, 2019), das beschreibt, wie Konsument*innen zu nachhaltigerem Verhalten bewegt werden können: 

  • S-ocial Influence: Menschen orientieren sich an anderen – wenn in der Nachbarschaft Solarpanels installiert werden, steigt die Bereitschaft, selbst nachzuziehen. 
  • H-abit Formation: Kleine Routinen prägen Verhalten – wie das automatische Mitnehmen eines Mehrwegbeutels beim Einkaufen. 
  • I-ndividual Self: Konsum spiegelt das Selbstbild – wer sich als „umweltbewusst“ versteht, entscheidet sich häufiger für nachhaltige Produkte. 
  • F-eelings & Cognition: Emotionen überzeugen stärker als Fakten – eine Probefahrt im Elektroauto wirkt mehr als eine technische CO₂-Bilanz. 
  • T-angibility: Je greifbarer der Nutzen, desto höher die Motivation – z. B. sofortige Ersparnisse bei der Energierechnung durch effiziente Geräte. 

Lesetipp: „The Elusive Green Consumer“(2019) im Harvard Business Review: https://hbr.org/2019/07/the-elusive-green-consumer

Für die Studierenden bot der Workshop einen lebendigen Einblick in ein Unternehmen, die Messe Husum erhielt viele frische Denkanstöße und für unser Projekt ist es ein schönes Beispiel gelebter, grenzübergreifender Kooperation. 


Vielen Dank an Johanna Hansen von der Messe Husum und Stefanie Sohn von der SDU Esbjerg für die tolle Zusammenarbeit – gerne wieder!

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Interreg6A-Projektes GrønBusiness statt und wurde gefördert aus Mitteln Interreg 6A Deutschland-Danmark.